tote Feldheuschrecke
Tote Feldheuschrecke (wahrscheinlich aus der Unterfamilie der Grashüpfer), die Opfer eines parasitären Pilzes namens Entomophaga grylli geworden ist. Der Befall löst bei Heuschrecken ein faszinierendes und zugleich unheimliches Verhalten aus, das in der Biologie als Gipfelkrankheit (engl. summit disease) oder umgangssprachlich als „Zombie-Pilz“-Effekt bezeichnet wird: • Verhaltenssteuerung: Kurz vor dem Tod manipuliert der Pilz das Nervensystem des Wirts. Die Heuschrecke wird gezwungen, an die Spitze eines hohen Grasgorns oder Pflanzenstängels zu klettern. • Todeskralle: Oben angekommen, klammert sich das Tier mit den Beinen unnatürlich fest an das Substrat und stirbt in dieser vertikalen Position. Auf dem Foto sieht man gut, wie starr die Beine den Halm umschließen. • Sporenverbreitung: Durch die erhöhte Position können die klebrigen Pilzsporen nach dem Tod des Insekts optimal vom Wind weggetragen werden, um in der Umgebung weitere Heuschrecken zu infizieren. • Verfärbung: Der ausgebleichte, fast weißliche Kopf und der dunkel verfärbte, vertrocknete Körper sind typische Anzeichen für den fortgeschrittenen Pilzbefall und die beginnende Austrocknung.